11.10.2017

Swiss Media Data Hub

LSA und SWA beteiligen sich an Onlinewährung

Am Medienforschungstag vom Mittwoch in Bern war das neue Gesamtmesssystem, welches der Swiss Media Data Hub ab Mitte 2019 liefern soll, das grosse Thema. Wemf-CEO Marco Bernasconi gab erste Partner bekannt.
Swiss Media Data Hub: LSA und SWA beteiligen sich an Onlinewährung
Wemf-CEO Marco Bernasconi am Medienforschungstag in Bern. (Bild: Evenito)
von Michèle Widmer

Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Digitalisierung: Das war das Hauptthema am diesjährigen Medienforschungstag in Bern. Über «Vertrauen als Geheimwaffe» referierte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter und Kriminalwissenschaftler Leo Martin. Danach trat der Norweger Anders Indset auf die Bühne und sprach zum Thema «Glaubwürdigkeit in der digitalisierten Welt – eine Utopie?». Moderiert wurde die Veranstaltung vom ehemaligen NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann.

Um Vertrauen gehe es auch bei der Medienforschung, erklärte Wemf-CEO Marco Bernasconi danach auf dem Podium. «In der digitalen Welt müssen die Werbeauftraggeber darauf vertrauen, dass die Auswertungsdaten zu ihren Kampagnen, die wir liefern, der Realität entsprechen», sagte er vor den Teilnehmenden. Mit dem Swiss Media Data Hub schaffe man ein «zukunftsfähiges, hybrides Gesamtmesssystem». Man wolle im Hinblick auf die «vielen wilden Währungen» eine marktkonforme Onlinewährung für die ganze Branche bieten.


Freudig konnte Bernasconi an Mittwochnachmittag die ersten Partner verkünden. Die Verband der führenden Kommunikationsagenturen Leading Swiss Agencies (LSA) sowie der Schweizerische Werbeauftraggeberverband (SWA) beteiligen sich mit 2,5 Prozent am Swiss Media Data Hub. Für weitere Partner sei man offen. Das Swiss Media Hub wurde initiert von der Wemf AG für Werbemedienforschung sowie der Mediapulse, welche beide 45 Prozent halten. Marcus Föbus hat im September die Projektleitung übernommen (persoenlich.com berichtete).

Die neue Onlineforschung soll sowohl Werbeträger (Websites, Apps) als auch digitale Werbekampagnen messen und als Marktwährung für Onlinereichweiten in der Schweiz etabliert werden. Aus Sicht der Mediapulse dient das neue System insbesondere der Schliessung von Messlücken im TV und Radio und im Bereich der digitalen Video- und Audio-Nutzung.



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